Aktuell werden in vielen Unternehmen Stellen abgebaut. Was bedeutet das für einen Arbeitgeberwechsel in ein solches Unternehmen?
In der 1. Instanz vor den Arbeitsgerichten trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer seinen Anwalt selbst zahlen muss, auch wenn er den Prozess vollumfänglich gewinnt.
Gerichtsgebühren
Grundsätzlich werden die Gerichtsgebühren von der Partei getragen, die den Prozess verliert. Bei anteiligem Obsiegen werden die Kosten im Verhältnis des Obsiegens zwischen den Parteien aufgeteilt.
Im arbeitsgerichtlichen Verfahren gibt es im Vergleich zum allgemeinen zivilrechtlichen Gerichtsverfahren einige Besonderheiten:
Anwaltsgebühren
Der Gegenstandswert der Anwaltsgebühren richtet sich nach den für die Gerichtsgebühren geltenden Wertvorschriften. Ist der Streitwert nicht betragsmäßig bestimmt, so hat die Rechtsprechung für bestimmte häufige Sachverhalte Streitwerte festgelegt.
Nach der Rechtsprechung beträgt der Streitwert über
Der Anwalt erhält in der Regel für die Erhebung der Klage eine 1,3 Verfahrensgebühr und für die Wahrnehmung des gerichtlichen Termins eine 1,2 Terminsgebühr. Wird das Verfahren durch Urteil beendet, erhält der Anwalt also insgesamt 2,5 Gebühren zuzüglich einer Auslagenpauschale in Höhe von 20 Euro und zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer auf den Gesamtbetrag.
Beispiel 1: Bei einer Klage auf Zahlung eines rückständigen Gehalts in Höhe von 3.000 Euro beträgt der einfache Gebührenwert nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz 201 Euro. Wird das Verfahren durch Urteil beendet, entstehen somit folgende Anwaltsgebühren:
Endet das gerichtliche Verfahren mit einem Vergleich, so fällt zusätzlich noch eine 1,0 Einigungsgebühr an.
Beispiel 2: Der Mandant bezieht ein Bruttomonatsgehalt von 3.500 Euro. Er möchte gegen die erfolgte Kündigung klagen. Nach der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte sind 3 Monatsgehälter als Streitwert anzusetzen, d.h. 10.500 Euro. Der einfache Gebührenwert nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz beträgt hier 604 Euro. Wird das Verfahren durch Vergleich beendet, entstehen folgende Anwaltsgebühren:
Kostentragung bei Berufung und Revision
In der 2. Instanz und vor dem Bundesarbeitsgericht bleibt es bei der allgemeinen zivilrechtlichen Regelung, dass der Unterlegene die Gerichts- und Anwaltskosten des Obsiegenden tragen muss.
Aktuell werden in vielen Unternehmen Stellen abgebaut. Was bedeutet das für einen Arbeitgeberwechsel in ein solches Unternehmen?
Die Bundesregierung verdoppelt die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld auf 24 Monate.
Der Arbeitgeber hat bei schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeitern die Pflicht, bei aufkommenden Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis, ein sogenanntes Präventionsverfahren durchzuführen (§...